Fakt ist:

  • Jede geschäftliche Webseite muss über ein Impressum verfügen.
  • Ein unzureichendes Impressum auf einer geschäftlichen Webseite kann abgemahnt werden.
  • Rechtssicherheit für Impressen bieten nur Rechtsanwälte, die können dich individuell beraten.

Da ich bei Kunden oder im Internet immer wieder über Geschäftsseiten stolpere, die über gar kein Impressum oder nur unzureichende Angaben im Impressum verfügen, habe ich mich entschlossen, hier mal ein paar Informationen zum Impressum zusammenzutragen.

Warum brauche ich ein Impressum?

Offline möchtest du ja auch gerne wissen, mit wem du es zu tun hast. Gleiches gilt laut Gesetzgeber auch online. Das nennt sich dann Anbieterkennzeichnung und ergibt sich aus § 5 TMG und § 55 RStV.

Welche Angaben gehören ins Impressum?

  • Name und Anschrift des Diensteanbieters/ Unternehmens
  • Volle/ ladungsfähige Adresse, Postfach genügt nicht
  • Angabe Rechtsform, Register & Registernummer
  • Angaben zum schnellen Kontakt, es empfiehlt sich die Rufnummer
  • Steuer-, Umsatzsteuer- oder Wirtschafts-Identifikationsnummer
  • Berufsspezifische Angaben (die zuständige Kammer berät berufsspezifisch, bitte vorab informieren)
  • Angaben zur Aufsichtsbehörde
  • Besondere Angaben bei AGs, KGaA und GmbHs
  • Angaben bei journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten

Und das ist jetzt nur eine unvollständige Aufzählung. Sehr viel besser geht das mit…

Impressum Generatoren

Das sind quasi Eingabemasken, die bestimmte Informationen abfragen und so zusammenstellen, dass du sie einfach kopieren und auf deiner Webseite einfügen kannst. Ein Impressum Generator ist üblicherweise kostenlos, jedenfalls die, die ich hier aufliste:

Wo kommt das Impressum hin?

Laut Gesetzgeber muss es „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ sein. Also auch Menschen, die selten bis nie im Internet unterwegs sind, müssen dein Impressum nach diesen Kriterien finden.

Das heisst zum Beispiel:

  • Leichte Erkennbarkeit bei der Schrift, Schriftgröße und Schriftfarbe
  • Verständliche Bezeichnung, idealerweise „Impressum“
  • Unmittelbare Erreichbarkeit (1-2 Klicks „entfernt“)
  • Der Link sollte nicht vom „Cookie-Hinweis“ verdeckt sein
  • Ständige Verfügbarkeit, also immer abrufbar
  • Ohne bestimmte Software lesbar
  • In der Sprache der Webseite – Vorsicht also bei der Internationalisierung!

Impressum und Datenschutz

Die beiden sind zumeist unter einem Link/ auf einer Seite zu finden. Neben einem fehlenden Impressum kann auch eine fehlende/ fehlerhafte Datenschutzerklärung abgemahnt werden. Auf den Haftungsausschluss bezüglich inhaltlicher Verantwortung, Urheberrecht und Datenschutz weist der Disclaimer hin. Welche Inhalte in der Datenschutzerklärung ergänzend stehen sollten, kann dir der Mensch sagen, der deine Webseite erstellt hat. Denn der hat eventuelle Plugins eingebunden und weiß, was aufgelistet werden sollte.
Im Zweifel kannst du auf der Seite Ghostery die passende Browser-Erweiterung kostenlos installieren. Danach gehst du auf deine Seite und Ghostery listet die entsprechenden Tracker auf.

ghostery-screenshot-www-ghostery-small

Impressumspflicht

Gilt ebenfalls für alle deine Social Media und Internet-Angebote, die geschäftlich genutzt werden, also auch:

  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • Ebay
  • Amazon
  • Dawanda … etc.

Mehr Informationen zu den letzten drei findest du unter diesem Link.
Ein ausführliches Interview zu dem Thema Impressum, Datenschutz und weiteren rechtlichen Fragen hat der Affenblog in einer dreiteiligen Podcast-Reihe geführt. Hier der Link.
Wer es lieber visuell mag, dem empfehle ich die Reportage des WDR.

Abschließend möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Wirksamkeit der hier aufgeführten Tipps & Tricks keine Haftung übernehme. Fragen bitte an den Rechtsanwalt eures Vertrauens richten.

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