Du bist erst seit kurzem selbständig und baust gerade an deiner Webseite. Du weißt, du brauchst ein Impressum. Aber

  • was muss da drin stehen?
  • Wo gehört das auf deiner Webseite hin?
  • Und wer erstellt dir dein Impressum?

Fragen über Fragen... mit denen ich die Rechtsanwältin meines Vertrauens gelöchert habe: Alexandra Sofia Wrobel, Partnerin der Kanzlei Winter Rechtsanwälte in Bergisch Gladbach.

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Fakt ist:

  • Jede geschäftliche Webseite muss über ein Impressum verfügen.
  • Ein unzureichendes Impressum auf einer geschäftlichen Webseite kann abgemahnt werden.
  • Rechtssicherheit für Impressen bieten nur Rechtsanwälte, die können dich individuell beraten.

Da ich bei Kunden oder im Internet immer wieder über Geschäftsseiten stolpere, die über gar kein Impressum oder nur unzureichende Angaben im Impressum verfügen, habe ich mich entschlossen, hier mal ein paar Informationen zum Impressum zusammenzutragen.


Warum brauche ich ein Impressum?

Offline möchtest du ja auch gerne wissen, mit wem du es zu tun hast. Gleiches gilt laut Gesetzgeber auch online. Das nennt sich dann Anbieterkennzeichnung und ergibt sich aus § 5 TMG und § 55 RStV.

​​Welche Angaben gehören ins Impressum?

  • Name und Anschrift des Diensteanbieters/ Unternehmens
  • Volle/ ladungsfähige Adresse, Postfach genügt nicht
  • Angabe Rechtsform, Register & Registernummer
  • Angaben zum schnellen Kontakt, es empfiehlt sich die Rufnummer
  • Steuer-, Umsatzsteuer- oder Wirtschafts-Identifikationsnummer
  • Berufsspezifische Angaben (die zuständige Kammer berät berufsspezifisch, bitte vorab informieren)
  • Angaben zur Aufsichtsbehörde
  • Besondere Angaben bei AGs, KGaA und GmbHs
  • Angaben bei journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten

Und das ist jetzt nur eine unvollständige Aufzählung. Sehr viel besser geht das mit…


Impressum Generatoren

Das sind quasi Eingabemasken, die bestimmte Informationen abfragen und so zusammenstellen, dass du sie einfach kopieren und auf deiner Webseite einfügen kannst. Ein Impressum Generator ist üblicherweise kostenlos, jedenfalls die, die ich hier aufliste:


Wo kommt das Impressum hin?

Laut Gesetzgeber muss es leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Also auch Menschen, die selten bis nie im Internet unterwegs sind, müssen dein Impressum nach diesen Kriterien finden. Das heisst zum Beispiel:

  • Leichte Erkennbarkeit bei der Schrift, Schriftgröße und Schriftfarbe
  • Verständliche Bezeichnung, idealerweise Impressum
  • Unmittelbare Erreichbarkeit (1-2 Klicks entfernt)
  • Der Link sollte nicht vom Cookie Hinweis verdeckt sein
  • Ständige Verfügbarkeit, also immer abrufbar
  • Ohne bestimmte Software lesbar
  • In der Sprache der Webseite – Vorsicht also bei der Internationalisierung!


Impressum und Datenschutz

Die beiden sind zumeist unter einem Link oder auf einer Seite zu finden. Neben einem fehlenden Impressum kann auch eine fehlende oder fehlerhafte Datenschutzerklärung abgemahnt werden.

Auf den Haftungsausschluss bezüglich inhaltlicher Verantwortung, Urheberrecht und Datenschutz weist der Disclaimer hin. Welche Inhalte in der Datenschutzerklärung ergänzend stehen sollten, kann dir der Mensch sagen, der deine Webseite erstellt hat. Denn der hat eventuelle Plugins eingebunden und weiß, was aufgelistet werden sollte. Im Zweifel kannst du auf der Seite Ghostery die passende Browser-Erweiterung kostenlos installieren. Danach gehst du auf deine Seite und Ghostery listet die entsprechenden Tracker auf.

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die DSGVO und du bist verpflichtet Angaben zum Datenschutz zu machen.

Folgende kostenlose Datenschutz Generatoren gibt es:

Impressumspflicht

Gilt ebenfalls für alle deine Social Media und Internet-Angebote, die geschäftlich genutzt werden, also auch:

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
  • Ebay
  • Amazon
  • Etsy … etc.

​​Die Reportage des WDR ist in diesem Zusammenhang sehr hilfreich.

​Abschließend möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Wirksamkeit der hier aufgeführten Tipps & Tricks keine Haftung übernehme. Fragen bitte an den Rechtsanwalt eures Vertrauens richten.
Das kostet aber Geld?

Ja klar - dafür haften die Rechtsanwälte auch mit ihrer Haftpflichtversicherung im Notfall.

Fazit

Bitte nimm das Thema ernst und kümmere dich sofort darum, wenn du deine Webseite online stellst. Es gibt Menschen, die sich nur darauf spezialisiert haben, fehlende oder falsche Impressen abzumahnen. Das ist unnötiger Stress, auf den du gerade zu Anfang deiner Selbständigkeit gut verzichten kannst.


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